Schneidebrett für die Glasabdeckung der Spüle im Wohnmobil

Die meisten Spülen und Kochfelder in einem Wohnmobil verfügen über eine passende Glasabdeckung. Ja, das sieht ganz schick aus, aber genau dann hört es leider auch schon auf, weil Glas ja als robuste Arbeitsfläche nicht wirklich zu gebrauchen ist. Dabei ist in der Regel das Platzangebot in den kleinen Küchenzeilen ohnehin ein sehr kostbares Gut, und da stören solche unnutzenbaren Teile einfach nur.

Vor allem wer eine Winkelküche im Camper hat, weiß jeden freien Zentimeter zu schätzen. Die Abdeckung von unserem Thetford Spülbecken störte mich am meisten, weil sich der Platz ja u. a. zum Schnippeln perfekt anbieten würde. Daher habe ich mir überlegt, dafür ein Schneidebrett anzufertigen, welches auch während der Fahrt einfach und schnell an der Glasabdeckung befestigt werden kann.

Das Schneidebrett* sollte möglichst dünn und leicht sein, und dafür bietet sich z. B. Bambus als Material hervorragend an. Bambus ist recht günstig und eignet sich daher perfekt für meinen ersten Bastelversuch. Die Glasabdeckung ist lediglich mit zwei Schrauben in den Winkeln befestigt und somit schnell ausgebaut, um als Schablone herzuhalten. Unser Spülbecken sieht zwar auf den ersten Blick rund aus, ist es aber leider nicht. Somit konnte ich nicht einfach auf ein passendes rundes Brett zurückgreifen, was aber ja viel zu langweilig wäre.

An der hinteren Seite benötigte ich auch noch zwei Ausbuchtungen, damit das Brett auch auf den beiden nach oben herausragenden Blenden der Scharniere liegen kann. Ich schnitt das Brett mit einer einfachen Laubsäge* und für die Ausbuchtungen habe ich einen Dremel* verwendet, aber eine Feile täte es auch.

Nachdem ich das Brett zurechtgeschnitten hatte, wurden vorn und hinten jeweils flache Neodym Magnete* aufgeklebt. Dadurch hält das Brett sicher an der Glasabdeckung, und das nicht nur beim Hochklappen, sondern auch während der Fahrt. Man kann es aber dank der Magnete auch ganz einfach von der Glasplatte abnehmen und genauso einfach wieder an der Glasplatte befestigen.

Auf der Unterseite habe ich zusätzlich auch noch ein paar Filzgleiter* aufgeklebt. Die Gleiter schützen hier nicht nur das Glas zusätzlich vor dem Brett, sondern auch etwa unseren Tisch vor Kratzern, wenn man dort das Schneidebrett zum Schnippeln, oder als Topfuntersatz verwenden möchte.

Mit meinem ersten Versuch bin ich schon recht zufrieden. Es hält bis jetzt perfekt und lediglich den geschwungenen Ausschnitt an der Vorderseite habe ich von Hand nicht sauber hinbekommen und mich daher für einen geraden Schnitt entschieden. Wenn das Brett erst mal schön abgenutzt ist, dann fertige ich mir sicher noch eins, welches vorn vollständig rund ist und ein passendes Loch bekommt, um es mit dem Finger hochziehen zu können.

Benötigtes Material

  • Passendes Schneidebrett, etwa aus Bambus (2-2,5 cm dick)
  • Laubsäge und Schmirgelpapier
  • Dremel oder eine Feile
  • Neodym Magnete und Filzgleiter

8 Kommentare

  1. Also, das finde ich amtlich. Ich werde das so nachbauen!
    Eine Frage hätte ich noch: Ich habe bisher kein so großes Tranchierbrett wie bei Dir ohne (!) Saftrinne gefunden, die beim Aussägen größenmäßig stören könnte. Kannst Du mir sagen, welches Deins ist?

    Vielen Dank, super Sache, LG, Stefan

  2. Hallo,
    ich habe noch eine Frage: mit welchem Klebstoff werden die Magnete am Glas bzw. am Holz am besten befestigt?
    Vielen Dank, Stefan

  3. Hallo!

    Sieht toll aus deine Abdeckung!
    Ich hätte gerne gewusst, woher du den eingehängten „Mülleimer“ hast.
    Würde mich über eine kurze Info freuen.

    Schöne Grüße

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