Rohöl und Erdgaspreise fallen – Propangas weiterhin sehr teuer

Die meisten Camper nutzen zum Heizen und Kochen Gas. Genauer gesagt Propangas aus Flaschen (Stahl oder Alu) oder das etwas „schlechtere“ Butangas aus den Gasdosen. Mit Beginn der Sanktionen gegen Russland sind die Preise für Öl und besonders für Gas deutlich gestiegen. Dass durch die Verknappung des Angebots der Preis steigt, ist in einer Marktwirtschaft so weit logisch. Leider werden aber fallende Preise nur selten in der gleichen Geschwindigkeit an die Verbraucher weitergegeben, wie von den Anbietern bzw. Händlern Preiserhöhungen umgesetzt werden. Das Ganze kann man auch beim Tausch einer 11-kg-Propangasflasche genau beobachten.

Noch vor wenigen Jahren lag der Preis im Baumarkt für die Befüllung bzw. den Tausch einer grauen 11 kg Stahlflasche mit Propangas bei unter 15,00 EUR. Große Baumarktketten haben in der Regel aufgrund ihrer Einkaufsvolumen die besten Preise und so gab es beim Obi oder Hornbach die 11 kg Propangas auch mal für nur 11,99 EUR. Im vergangenen Jahr sollte eine 11-kg Gasflasche im Baumarkt jedoch über 30 EUR kosten. Die Preise für Rohöl (Quelle) und Gas (Quelle) fallen jedoch seit Längerem und der Gaspreis befindet sich sogar unter dem vom Februar 2022.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Wenn man heute einen Gasliefervertrag für die heimische Heizung abschließen möchte, liegt man laut Vergleichsportal Verivox bei etwa 10 Cent pro kWh und im Herbst waren es noch um die 40 Cent. Auch die Spritpreise an der Tankstelle (Quelle) bewegen sich grundsätzlich nach unten, wenn auch ganz langsam, aber das kennt man ja nicht anders.

Das von Campern und Grillern (was oftmals dasselbe ist) hochgeschätzte und dringend benötigte Propangas, ist ohnehin nur eine Art Abfallprodukt, denn der größte Teil wird bei der Erdöl- und Erdgasförderung gewonnen. Jetzt könnte man natürlich annehmen, dass wenn die Preise für Erdöl- und Erdgas deutlich gefallen sind, das auch für Propangas gelten müsste. Da hat man aber die Rechnung wohl ohne die ehrlichen Großkonzerne gemacht.

Es wird daher sicherlich noch einige Zeit dauern, bis die Ölkonzerne und danach die großen Flüssiggasanbieter (Liste) günstigeres Propangas anbieten können. Sie haben schließlich noch ganz viel von dem „teuren“ Gas für uns gebunkert und erst wenn das irgendwann einmal alles verbraucht ist, ja dann könnte man evtl. die Preisreduktion an die Kunden weitergeben, aber nur wenn nichts dazwischenkommt……

9 Kommentare

  1. Wir sind gerade von einem 3-wöchigen Urlaub zurück. Dabei konnten wir die Preisunterschiede deutlich sehen: Hagebaumarkt 26€, Tankstelle 28€, Campingplatz 29€ und Fritz Berger 32€.
    Schade, dass der „Camperversorger“ den höchsten Preis für 11kg-Tausch nimmt…

  2. Das mag ja alles stimmen, nur komisch das die Konzerne in den anderen Ländern weniger verlangen als in Deutschland. Egal, aktuell bereisen ich Marokko und zahle nur die Hälfte wie in der Heimat.

  3. Unser Womo Händler nimmt 22,90eur für 11 kg ( seit 4-2023),
    Finde ich jetzt fair.
    Aber sicherlich gibt´s große regionale Unterschiede.

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